Bist du ein Scanner ?

Der Begriff „Scanner“ wurde von Barbara Sher geprägt. In ihrem Buch „Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast“* (übrigens ein absolut empfehlenswerter Lesetipp) erklärt sie diesen Begriff näher.

 

"Scanner" sind vielbegabte Menschen, die gerne mehrere Projekte gleichzeitig am laufen haben, die sich für viele verschiedene, oft gar nicht zusammenhängende Bereiche interessieren und denen es schwerfällt, an einer Sache dranzubleiben. Andere Begriffe für Scanner sind auch Multiprofessionals, Multitalent, bunte Zebras, Vielbegabte, Rennaisance-Souls. Oft (aber nicht zwingend immer) geht das Scanner-Dasein mit Hochbegabung und/oder Hochsensibilität einher. Es gibt jedoch auch Menschen, die „nur“ Scanner sind, ohne dabei hochbegabt oder hochsensibel zu sein.

 

Scanner haben oft große Schwierigkeiten, sich auf etwas festzulegen oder an einer Sache dranzubleiben, weil es so Vieles gibt, was sie interessiert und reizt. Oft ist dies für Scanner-Persönlichkeiten mit dem Gefühl verbunden, irgendwie "verkehrt" zu sein. „Nie bringst du was zu Ende“, „mach doch mal was fertig“, „was, jetzt fängst du schon wieder ein neues Projekt an“ … sind Sätze, die Scanner oft zu hören bekommen. Oft geht dies dann mit einem Gefühl der Unzulänglichkeit einher. Ich bin so unstrukturiert… oder bin ich einfach nur faul? Was stimmt mit mir nicht? Warum schaffe ich es nicht, Dinge fertig zu bekommen? Das sind Fragen, die sich Scanner oft stellen. Viele Scanner leiden darunter, Dinge und Projekte nicht beenden zu können und oft sehen sie sich mit Unverständnis und negativen Kommentaren von Seiten der Umwelt konfrontiert, wenn sie wieder einmal mit einer neuen Projektidee um die Ecke kommen.

 

Häufig beginnt ein Scanner mit viel Leidenschaft und Begeisterung ein neues Projekt. Hat er dann einmal verstanden, worum es geht, oder wie etwas funktioniert, erlischt das Interesse an diesem Thema oft schnell wieder und der Scanner wendet sich einem neuen, spannenderen Projekt zu. Warum auch bei dem alten bleiben - er hat ja gelernt, was er lernen wollte.

 

Meist greifen typische Zeit- und Projektmanagement-Tools bei Scannern nicht oder nur zeitlich begrenzt. Scanner "ticken" einfach ein wenig anders. Sie haben eine eigene Vorstellung davon, wann ein Projekt für sie beendet ist oder nicht.

 

Aber, wie Barbara Sher in ihrem Buch schreibt, - Scanner KÖNNEN gar nicht weniger Interessen haben, dafür sind sie einfach nicht geschaffen. Der Scanner blüht erst in der Vielfältigkeit so richtig auf. Für Scanner ist der Prozess manchmal wichtiger, als das eigentliche Ergebnis. neigt dann aber dazu, sich zwischen all seinen Projekten zu verzetteln, 10 Dinge gleichzeitig anzufangen, aber nichts davon wirklich fertig zu bekommen.

 

Die Vielfältigkeit des Scanner-Daseins kann, wenn sie richtig genutzt und kanalisiert wird, jedoch auch eine große Bereicherung und Chance sein.

 

Scanner sind im höchsten Maße kreativ. Es gelingt ihnen schnell, sich in neue Situationen und Themen einzufinden.

Scanner lernen gerne, sind offen für neue Erfahrungen und Möglichkeiten, probieren gerne aus und sehen Verknüpfungen und Chancen, die andere nicht vor Augen haben. Scanner sind wunderbar darin, neue Ideen zu generieren und sie lieben es, im kreativen Fluss zu sein.

 

Am wohlsten fühlt sich ein Scanner, wenn er seine vielen Gaben und Talente möglichst frei ausleben kann. Scanner brauchen Platz und Raum zum spielen, experimentieren und entdecken. Und wenn man einmal weiß, wie Scanner so ticken, kann es eine unglaubliche Bereicherung für das eigene Leben sein.

 

Für mich persönlich war die Erkenntnis, eine Scannerpersönlichkeit zu sein, einer der wichtigsten Meilensteine in meinem Leben. Endlich hatte ich das Gefühl, ok zu sein, so wie ich bin. Dadurch, dass mein „anderssein“ einen Namen bekam, konnte ich es besser einordnen und damit umgehen.

 

Heute liebe und lebe ich meine Vielseitigkeit von ganzem Herzen. Ich erlaube mir, neue Projekte anzufangen, Dinge halb fertig zu lassen, mich in neue Bereiche zu wagen und viel zu spielen und zu lernen. Mit meiner Selbständigkeit, in der ich all meine kreativen Talente einbringen kann, habe ich mittlerweile für mich auch das perfekte Berufsmodell gefunden. Mittlerweile bin ich richtig glücklich damit und kann mir gar keine andere Art zu leben mehr vorstellen.

 

Wenn du auch das Gefühl hast, du könntest ein Scanner sein, wenn du mehr wissen möchtest, oder Fragen hast, dann schreib mir gerne.

 

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

 

 

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Bildanmerkung: Die Zeichnung der kleinen "Scannerin" stammt übrigens nicht von mir, sondern von der wunderbaren Evelyn Schulze.